Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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25 Cavalieren und ſeiner Dienerſchaft hinaus begeben nach Schönbrunn.

Von jeher waren die früher von ſeinem Vater bewohnten Zimmer auch ihm zur Wohnung angewieſen, und man nannte ſie jetzt in Schönbrunn nicht mehr nach dem Vater, ſondern nach dem Sohn. Die Woh nung des Herzogs von Reichſtadt ſtand in wanrrännn immer bereit, ihn zu empfangen, und oft genug, wenn der Kaiſer in den letzten Jahren ſeinen Enkel vom Hofe hatte entfernen wollen, um ihn nicht in Berüh— rung zu bringen mit irgend welchen, gerade dort be findlichen Gäſten, oder wenn der ſchwächliche kränkelnde Jüngling der Ruhe und Stille bedurfte, hatte er ſich mit ſeinen Erziehern ſelbſt mitten im Winter auf Tage und Wochen nach Schönbrunn zurückziehen müſſen.

Niemanden fiel es daher auf, daß der Herzog auch jetzt trotz der ſtrengen Novemberkälte nach Schönbrunn kam, um dort einige Tage zu verweilen, und die Bläſſe ſeiner Wangen, die fieberhafte Erregtheit ſeines ganzen Weſens beſtätigte es ſeinen Cavalieren, daß der Herzog ſich in der That unwohl und leidend fühle, obwohl er

mit Heftigkeit jeden ärztlichen Beiſtand zurückgewieſen hatte. Der Hauptmann von Foreſti und der Major von Obenaus waren, wie immer, während der Abend Mühlbach, Erzherzog Johann. III 17