V. In Schönbrunn.
Der Herzog von Reichſtadt war genau dem Pro⸗ gramm gefolgt, das die Gräfin Camerata ihm in ihrem Briefe angegeben. Er hatte ſeinen Adjutanten Baron von Obenaus rufen laſſen und ihn zum Kaiſer geſandt mit der Meldung, daß er ſich unwohl fühle, mit der Bitte, ihm zu geſtatten, daß er ſich auf einige Tage nach Schönbrunn zurückziehe und ſogleich ſich dahin begebe.
Der Kaiſer, der ſehr wohl begriff, daß der Herzog
nach der heftigen Scene, nach den vielfachen Eindrücken,
die er im Cabinet des Kaiſers empfangen, ſich ange⸗ griffen und der Einſamkeit bedürftig fühle, der Kaiſer hatte bereitwillig ſeine Erlaubniß ertheilt, und ſchon nach einer Stunde hatte der Herzog ſich mit ſeinen
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