29 haben, daß Jedem ſein Recht geſchieht? Großer Kaiſer, ſag' ſelbſt, iſt's nit genug, wenn Herr Hannes nach Wien geht, um da den Erzherzog zu ſpielen? Darf er auch die Frau Hannes verleiten wollen, daß ſie den Brandhof verläßt, um die vornehme Dam' zu ſpielen, und ſich auslachen zu laſſen? Und denk' nur, Herr Kaiſer, wie langweilig und einſam das für Dich ſelber ſein wird. Haſt dann Niemand, der mit Dir plaudert, der Dir Blumen bringt, und Dir erzählt vom lieben Urenkel Johann. Wir zwei Beid' ver— ſtehen uns ſo gut, und Du biſt ja der Einzige, dem ich meine Sehnſucht klag', wenn der Hannes nit hier iſt, und dem ich erzähl von meiner Freud', wenn er geſchrieben hat. Was ſollſt denn hier im Alpengärtle den langen Winter anfangen vor lauter Langeweile, wenn Niemand drin iſt im Haus? Drum ſprich ein Machtwort, lieber großer Kaiſer, befiehl dem Hannes, daß er mich daheim läßt bei Dir, denn Du, herzlieber Kaiſer und Ahnherr, Du kennſt mich, und Du wirſt mich halt nie verleugnen. Nun ſchüttle Dein liebes ſtolzes Haupt und ſag': mit nichten, Johann, mein Sohn, die Anna geht nicht nach Wien. Die Anna bleibt bei mir hier droben auf dem Brandhof!
Die Anna bleibt bei mir hier droben auf dem Brand


