Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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des Kaiſers und meiner Pflicht getreu, in Wien ver leben muß. Siehſt Du, mein Annerle, dies Feſt heute, das iſt nur die Einleitung von dem, was ich bezwecke. Heute weihe ich mein Haus ein, und laſſe meine Gäſte an meiner Seite mein geliebtes Weib ſehen. Habe auch aus Wien mir einige vornehme und bei Hofe angeſehene Herren geladen, damit ſie bei Hofe und in der Stadt erzählen können, daß ſie die Ehefrau und Herrin des Erzherzogs Johann ken nen, daß ſie Zeuge geweſen von der Liebe und Ehr furcht, die ganz Steyermark der holden Frau ent gegenträgt. Wenn ich dann, wie alljährlich im November, nach Wien gehe, um dort die Winter monate zuzubringen, ſo begleitet mich dies Mal mein geliebtes Weib, und ich zeige ſie dem Kaiſerhofe und der Kaiſerſtadt, wie ich ſie heute dem lieben Steyer mark darſtelle, und dort wie hier fordere ich für ſie Anerkennung und Ehrfurcht.

Und wenn ſie Dir das nit bewilligen für Dein Weib? fragt ſie eifrig. Was willſt dann machen? Kannſt doch den Kaiſer nit zwingen, daß er mich an erkennt als ſeine Frau Schwägerin, und daß er mich mit Dir wohnen läßt in der Kaiſerburg? Kannſt

auch die Herren Erzherzöge und Erzherzoginnen nit

zwingen, herabſcha meinſt et Seckirun, das Her was ich vorſtellen ehrſam Hab' nix

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