Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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ihre Hausfrau, von der ſie Lohn und Koſt empfängt, aber Ew. Gnaden ſollſt mich nit nennen. Gott hat die Gnade und der regierende Herr Kaiſer in Wien

Unſerer herzlieben Fraule gnädigſter Herr Schwa⸗ ger, unterbricht ſie das Tonerle mit einem tiefen Knix.

Red' nit ſolchen Unſinn, ruft die junge Frau er glühend. Der liebe Herrgott ſoll mich bewahren vor der Schwagerſchaft mit dem regierenden Herrn Kaiſer. Ich verbitt' mir ſolche dumme Reden, Tonerl, und wenn Du noch lang' willſt hier droben auf dem Brand hof bleiben, ſo menagir' Deine Zung' und red' halt nit von Dingen, die Dich gar nix angehen!

Und das beſchämte Tonerl zum Abſchied noch mit einem leichten Kopfnicken grüßend, wendet die junge Frau ſich um und wandert rüſtig dem Wohnhauſe zu.

Mit eiligem Fuß ſchreitet ſie die breiten Stufen hinauf, die durch das Portal hineinführen in das In⸗ nere des Gebäudes, und tritt durch die weitgeöffneten Thüren hinein in den weiten großen Saal; ſie durch⸗ ſchreitet ihn raſch und ſchaut nicht einmal empor zu den Statuen und Gemälden, die ringsum an den Wänden prangen. Ihre lichtbraunen glänzenden Augen ſind nur auf den Kuchen gerichtet, den ſie in ihren