6 mir das Backwerk. Du, Lieſerl, gieb wohl Acht, daß 4 ihre F
die Kuchen nit zu braun werden, und Du, Tonerl,
laß das Brod recht hübſch ausbacken. Ihr wißt ja, die Gr Ihr Mädels, daß heut gar viele Gäſt' zu uns hinauf u
kommen, und es wär' halt eine grauſame Verlegenheit
für mich, wenn Ihr's nothwendigſte liebe Gottes Gut, das Brod, verderben ließt.
Werden uns ſchon in Acht nehmen, lieb Fraule, ſagt die Lieſerl.
Werden nit den Feſttag verſchampfiren, Ew. Gna den, ruft die Tonerl.
Die junge Frau, welche ſchon im Begriff war, mit ihrer dampfenden Bürde weiter zu ſchreiten, bleibt ſtehen und wendet ſich den enteilenden Mägden zu.
Hör', Tonerle, ſagt ſie, man merkt Dir's an, daß Du drin in Wien ein paar Jahr' geweſen biſt. Haſt Dir recht vornehme Stadtmanieren angewöhnt, wirfft
mit'm Ew. Gnaden und gnädige Frau um Dich, als wären's Gerſtenkörn', nach denen die Gänſ' ſchnappen
thäten. Ich bin aber keine Gans und verlang nit Deine vornehmen Gerſtenkörner. Hier droben in den 1 ſürei Bergen, da kannſt Dein vornehmes Weſen halt in die Truhen packen. Ehrbarlich und beſcheiden ſollſt zu Vin mir reden, wie's einem guten Mädel geziemt gegen ſind
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