Lieb Annerle, wi llſt meine Frau werden? fragt er wieder, wie damals droben auf der Wendleralp.
Der Himmel iſt immer noch in ihren Augen, als ſie leiſe flüſtert: Ja, lieb' Hannes, ich will Deine Frau werden!
Er neigt ſich zu ihr und küßt ihren Mund, und dann ruft er laut in die Berge hinein: ſchaut, meine lieben Alpen, da iſt mein Annerle, mein Weib! Ich dank Euch, meine lieben Ber rge! Ihr habt mir meine Annerle gegeben und bei Euch hab' ich mein Lebens—
glück gefunden!
Da lacht die Anna auf vor ſeliger Luſt und ruft: Ich dank euch, meine lieben Berg', denn ihr habt mir meinen Hannes gegeben! Ich dank dir, mein blaner Himmel, denn du haſt ihn mir gezeigt, den Mann aus der goldenen Wolke!
Lieb Annerle, ſagt er frohen Muths und ſtrahlen den Auges, jetzt komm, mein Lieb.
Wohin denn, Hannes?
Zum Traualtar, mein herzig Kind. Der Kaiſer hat mir die ſchriftl iche Erlaubniß gegeben, Dein Vater auch. Nun komm. Drunten am Berg ſtehen die Wa gen bereit, Dein Vater und zwei Freunde von mir erwarten uns da. Gleich fahren wir ab.
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