318
Ich bitte Ew. Majeſtät um Erlaubniß, Ihnen für einige Stunden unſern Franzli zu entführen, ſagte die Kaiſerin. Ich gebe heute Nachmittag in den Glashäuſern meinen Damen ein Feſt. Wir wollen da ein ländliches Feſt, eine Kirmeß, vor— ſtellen, und alle Damen erſcheinen im Coſtüm. Ich bitte Ew. Majeſtät, daß Sie mir den lieben Franzli für einige Stunden abtreten, damit er Theil nehmen kann an unſerm Feſt.
Nun, mein Bürſchle, fragte der Kaiſer, willſt die Frau Kaiſerin Großmutter begleiten?
Ew. Majeſtät, ſagte der Prinz, ſich mit faſt düſterer Miene an die Kaiſerin wendend, ſagten Sie nicht, daß Sie in den Glashäuſern Ihren Damen ein Feſt geben wollten?
Ja, mein kleiner lieber Herzog, das ſagte ich.
Dann bitte ich um Verzeihung, daß ich an dem Feſt nicht Theil nehmen kann, erwiederte der Prinz mit tiefem Ernſt. Es würde mir nicht ziemen, an einem Feſt Theil zu nehmen, bei dem nur Damen erſcheinen. Mein Platz iſt unter den Männern.*)
Da haben's halt Ihre Antwort auf die Einladung,
*) Des Herzogs eigene Antwort. Montbel: Le duc de Reichstadt. pag. 108.
rief Män
haben
denn einen Kaiſ gnüg heut nicht
zler


