Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 2. Band (1862)
Entstehung
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ich würde immer fürchten, meine Mutter zu be— ſchämen, indem ich falſche und unrichtige Antworten gäbe, und Etwas nicht wüßte, was man mich fragte, und das würde mich ſo befangen machen, daß ich gar nichts wüßte.

Und vor mir und der Kaiſerin haſt halt keine Furcht? fragte ihn der Kaiſer. Meinſt halt nit, daß wir uns grämen, wenn Du unrichtige Antworten giebſt?

Nein, ſagte der Knabe ernſt, nein, vor Ew. Ma⸗ jeſtät und vor der Frau Kaiſerin fürchte ich mich nicht, aber ich denke immerfort daran, daß ich Euch Beiden Ehre machen will, und das ſpornt mich an, und macht, daß ich mich recht freudig zuſammen⸗ nehme.

Nun, ſollſt Deinen Willen haben, mein kleiner Camerad, rief der Kaiſer lächelnd. Nur die Kaiſerin und ich wollen der Prüfung beiwohnen.

Demzufolge bildeten alſo an dieſem Morgen des erſten feierlichen Examens der Kaiſer und die Kaiſerin allein das Auditorium des Herzogs von Reichſtadt.

Man begann zuerſt das Examen über die klaſ⸗ ſiſchen Studien des Prinzen, denen drei Tage der Woche gewidmet waren, während die andern drei