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daß Du um meinetwillen ſo viel haſt leiden müſſen, damals als Du dem Kaiſer den Brief fortnahmſt, und ihn in Stücken zerriſſeſt, den Brief, den ich an meinen lieben Vater geſchrieben hatte, damals als der Kaiſer Dich nach Steyermark auf ein ganzes Jahr verbannte. Oh, lieber, lieber Oncle, wie ſehr habe ich mich in dem langen, langen Jahr nach Dir geſehnt! Wie glücklich war ich, als Du endlich wieder kamſt, und wie ſehnte ich mich, Dir das zu ſagen, und Dich einmal ſo recht herzlich zu küſſen. Aber Du weißt ja, der Kaiſer hat damals gleich befohlen, daß ich niemals mit irgend Jemanden allein ſein dürfte, daß ſelbſt wenn einer von den Erzherzögen mich be⸗ ſuchte, immer der Graf Dietrichſtein, oder Herr von Foreſti dabei ſein ſollte; der Kaiſer hat das blos gethan, damit ich nicht mit Dir allein ſein ſollte, das merkte ich wohl, und darum war ich ſo kalt und gleichgültig, als wir uns wiederſahen, denn ich dachte, der Kaiſer würde dann beſſer gegen Dich ſein, und würde Dir nicht mehr böſe ſein, wenn er glaubte, daß ich Dich nicht mehr liebte. Oh, darum allein bin ich jetzt immer ſo ſtill und ernſt, wenn ich Dich ſehe, und laufe Dir niemals mehr entgegen,
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