Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 2. Band (1862)
Entstehung
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Ja, mein Sohn, ich weiß es, erwiederte Johann ernſt, und Gott iſt mein Zeuge, daß ich um Deinet⸗ willen wünſchte, es wäre Alles anders, und ich könnte Dein Stiefvater werden.

Aber Du kannſt es nicht, ſagte der Knabe feierlich, denn Du liebſt Anna Plochl, und meine Mutter— Eine dunkle Gluth überflog die Wangen des Knaben, und er barg einen Moment ſein Angeſicht an der Schulter Johanns. Dann, als er es wieder empor⸗ richtete, waren ſeine Wangen todesbleich und ſeine Züge hatten einen ernſten ſtrengen Ausdruck ange⸗ nommen.

Oncle, ſagte er feierlich, nicht wahr, Du begreifſt es und Du findeſt es natürlich, daß ich den Herrn Grafen Neipperg niemals lieben kann, daß ich ihn beinahe haſſe?

Ich begreife, daß Du ihn nicht liebſt, Napoleon, aber ich begreife nicht, weshalb Du ihn haſſen könnteſt?

Und ich haſſe ihn doch, ſeit ich ihn kenne, flüſterte der Knabe. Meine liebe Marchand iſt daran Schuld. So lange die noch bei mir war, hat ſie an jedem Abend, wenn ſie vor meinem Bette knieete, zu mir geſagt: Beten Sie für Ihren Vater und für Ihre