Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 2. Band (1862)
Entstehung
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Ach wie ſchön, wie ſchön, ruft Anna. Daͤnn wird er deſto länger in unſern Bergen bleiben. Jedermann liebt ihn hier, Jedermann weiß Gutes von ihm zu erzählen, und wir in Auſſee waren ſchon ganz traurig, daß er noch nit ein einziges Mal in unſere Gegend und an unſern ſchönen Grundlſee gekommen war. Aber jetzt kommt er, der liebe Erzherzog Hannes. Zu morgen hat er ſich anmelden laſſen und die ganze Stadt iſt in Bewegung und morgen giebt's ein Feſt, wie's nie eins gab in Auſſee.

Aber Ihr werdet Euch damit nicht beliebt machen beim Kaiſer, und es wär' vielleicht beſſer, den Erz herzog nicht ſo feſtlich zu empfangen. Er iſt ja in Ungnade gefallen und man darf Die nicht feiern, welche der Kaiſer nicht liebt. Der Kaiſer könnt's übel nehmen. 3

Bah, dann nimmt er's übel, ſagt Anna, das Köpfchen ſtolz zurückwerfend. Was kümmert uns der Kaiſer? Gerad' weil der Kaiſer ihn nit liebt, gerad' darum wollen wir ihn um ſo mehr lieben. Gerad' weil er unglücklich iſt, wollen wir verſuchen, ihn durch unſre Lieb' und Treu' und Ehrerbietung zu tröſten, wenn wir ihm auch das Glück nit ſchaffen können,

das er ſo ſehr verdient.