Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 2. Band (1862)
Entstehung
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hin, und wenn er betet, ſo betet er zu ihr, daß ſie ihm vergeben und verzeihen mög'.

Jetzt, Herr Thomas Voregger, fährt der Fremde fort, jetzt wißt Ihr Alles. Nun wiederholt's noch Einmal, daß Ihr die Jungfer Anna hier beim Stell dichein überraſcht, daß Ihr ſie in ihres Liebſten Ar men getroffen habt. Wagt's noch Einmal, wenn Ihr zu ſterben wünſcht, zu ſagen, daß Anna Plochl kein ehrbar Mädchen iſt, blos weil ſie Euch nit liebt.

Ich ſag's nit, und ich denk's auch nit, Herr, ſagt Thomas Voregger traurig. Nein, ich bitt's der Jungfer Anna demüthig und beſchämt ab, daß ich ſie beleidigt habe. Es war nur der Schmerz, die Angſt und Verzweiflung, die aus mir ſprach. Es bracht' mich von Sinnen, daß ich Anna ſo unvermuthet in eines fremden Mannes Armen fand!

Ihr hättet ſie lieber zerſchmettert und blutend am Boden gefunden, nicht wahr? fragte der Andere lächelnd. Geht jetzt, Herr Thomas Voregger, geht. Aber Eins 1 will ich Euch doch zum Abſchied ſagen: die Jungfer Anna Plochl hat wohl Recht, Ihr liebt ſie nicht! Gewiß nicht ſo, wie ſie's verdient. Ihr ſaht ſie nach dem Abgrund ſtürzen, wie Ihr meintet, dem ſichern Verderben zu, und Ihr ſtürztet Ihr nicht