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aller Majeſtät, wie weiße Roſen anzuſchauen, mit denen der Rieſe Fels ſein urewiges Haupt gekrönt, um zu beweiſen, daß er auch Theil nehme an allem Jubel und Freudenrauſch der Natur.
Weiterhin ſenken die Felſen ſich niederwärts, die Gletſcherſpitzen verſchwinden, grüne Tannenwaldungen umkränzen die Berge, denn inmitten von köſtlichen Matten und luſtigen Gärten lagert ſich drüben am andern Ende des Sees eine Ortſchaft hin. Die rothen Häuſerdächer blicken luſtig hervor zwiſchen den Bäumen, und aus den Schornſteinen wirbelt in
zierlichen Windungen der Rauch ſich empor zu dem
blauen glänzenden Himmelsgezelt.
Stille und göttlicher Frieden ringsum. Nur zu weilen hört man von den Sennhütten herniederſchal len das fröhliche Schmettern einer Sennerin. Es klingt wie ein jauchzender Liebesruf, und ſchon findet er auch weiter aufwärts ſein jauchzendes Echo. Der Gemsjäger iſt's, der jodelnd auf irgend einer Schnee ſpitze erſcheint, und ſeiner Liebſten, der Sennerin da drüben, Antwort giebt, mit ſeinem jodelnden Lied ihr ſagt, wie ſehr er ſie liebt, und ſich nach ihr ſehnt, und wie's ihn freuen wird heut' Abeud, wenn die Sonn' hinabgegangen, zu ihr hinaufzuſteigen zur


