Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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Demzufolge, da ich meinen Urlaub bereits erhalten, bleibt mir nur noch übrig mich bei Ew. Majeſtät zu verabſchieden, um morgen früh ſogleich abzureiſen.

Lebens recht wohl, Ew. Liebden, ſagte der Kaiſer raſch mit dem Kopf nickend. Seien's recht glücklich in Steyermark, und ſchießen's recht viele Gemsböcke, damit die guten Steyermärker recht entzückt und ſtolz ſich fühlen über den lieben Erzherzog Hannes. Leben's recht wohl!

Johann verneigte ſich noch einmal, wandte ſich dann um und ſchritt durch das weite Gemach dahin, der Ausgangsthür zu. Aber eben, wie er derſelben ſich näherte, flog von der andern Seite des Gemaches der kleine Herzog von Reichſtadt mit ausgebreiteten Armen, das Antlitz von Thränen überfluthet, zu ihm hin, umfaßte ihn in ſtürmiſcher Zärtlichkeit und be deckte ſeinen Mund, ſeine Augen, ſeine Stirn mit glühenden Küſſen.

Lebe wohl, Oncle, lieber guter Oncle, flüſterte das Kind, lebe wohl! Ich habe Alles gehört, Alles be griffen. Er verbannt Dich auf ein ganzes Jahr, und ich bin doch Schuld daran. Denn der Brief, den Du vorhin zerriſſen, der hat doch Schuld, daß der

Kaiſer Dich verbannt. Er that nur ſo, als ob er's

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