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glückliche erfleht den Tod, und Sie begnadigen ihn zu einem Leben der Qual und des Jammers.
Er will ſterben, alſo ſoll er nit ſterben,*) ſagte Franz gelaſſen. Aber wie blaß Sie ſind, mein lieber Erzherzog. Ich ſehe es, Sie ſind wirklich krank, und wie mir ſcheint, ſehr gefährlich krank. Die Demago⸗ gie hat Ihnen das Blut vergiftet und den Kopf er⸗ ſchüttert, die Demagogie hat Sie krank und elend gemacht. Wir müſſen Alles thun, um Ihnen die Geſundheit wieder zu geben. Die Luft hier in Wien iſt Ihnen halt zu ſchwül und zu dick, ſie treibt Ihnen das Blut zu ſehr in den Kopf. Sie müſſen durchaus auf ein ganzes Jahr lang die ſchlimme Wiener Luft vermeiden, die friſche, freie Bergluft genießen, und ſich ganz und gar in die Stille zurückziehen. Verſteh' mich ein biſſel auf die Arzneikund' und wär' vielleicht ein recht guter Arzt geworden, wenn das Schickſal mich halt nit zum Kaiſer gemacht hätte. Rath' Ihnen alſo nit blos als Ihr Kaiſer, ſondern als Ihr Arzt:
nehmen's gleich heute, gleich in dieſer Stund' einen
Urlaub auf ein ganzes Jahr, ſowohl als General⸗ Director des Ingenieurcorps, wie auch als komman⸗
*) Ebendaſelbſt.


