Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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Gehen Sie nach Karlsbad, Sie werden da an der Quelle, welche Gott dort der leidenden Menſchheit ſprudeln läßt, ſich nicht die Geſundheit, ſondern das Verderben holen, und der Menſchheit neue Quellen der Leiden und des Unglücks aufthun. Gehen Sie, der Segen Ihres Kaiſers, die Verwünſchungen des Volkes gehen mit Ihnen!

Er wandte ſich mit einem ſtolzen Kopfnicken von ihm ab, begrüßte den Kaiſer mit einer ehrfurchts vollen Verneigung, und ſchritt dann der Thür zu.

Herr Erzherzog, rief Franz ihm nach, ich bitte Sie noch einen Augenblick zu bleiben. Ich habe Sie noch nit entlaſſen, denn wir ſind noch nit fertig. Haben's denn vergeſſen, daß Sie mich um Gnade für den Deſerteur und Mörder von Sunders ge— beten haben?

Es iſt wahr, ſagte Johann mit einem traurigen Lächeln, ich habe über meine eigenen Schmerzen die Schmerzen Anderer vergeſſen. Möge Gott mir die ſen Egoismus verzeihen. Ew. Majeſtät, ich bitte um einen gnädigen Beſcheid. Es ſind die alten Aeltern des Unglücklichen, welche durch mich die Gnade ihres Kaiſers anflehen.

Und die Sympathieen des Herrn Erzherzogs er⸗