Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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Das Geſicht des Kaiſers färbte ſich dunkelroth, ſeine Augen blitzten und er preßte die Lippen feſt auf einander, wie er das nur im höchſten Zorn zu thun pflegte.

Herr Erzherzog Johann, fragte der Kaifer nach einer Pauſe, können Sie dieſe Angaben beſtreiten? Haben Sie dieſelben gekannt?

Ja, ich habe ſie gekannt, ſagte Johann ruhig, und ich vermag es nicht, ſie zu beſtreiten. Der un⸗ glückliche junge Mann gehörte nicht zur Zahl Derer, welche unbedingt Alles loben und preiſen, was ge— ſchieht. Die Ideen der neuen Zeit hatten auf ihn

einen mächtigen Einfluß geübt, und das Studentenfeſt

auf der Wartburg, das in vielen Köpfen wie die Morgenröthe eines neu auf

fgehenden Tages gezündet, hatte auch d

den armen jungen Fähndrich begeiſtert.

Und den Mörder, der aus dieſem Wartburgfeſt hervorgewachſen, den entſchuldigte er nit blos, ſondern er pries ihn als einen edlen P atrioten, einen Heiligen? fragte der Kaiſer höhniſch. Ich frage Ew. Liebden ehrlich und auf Ihr Gewiſſen, ob Ew. Liebden das entſchuldigen können? Ich frage Sie, weil es mir lieb ſein würde, wenn Sie mir, der ich vielleicht in andern Ideen befangen bin, einen Anhaltspunkt der 1⁰*