Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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ich ihr vorangehe, ſagte Franz haſtig eintretend, und dann zur Seite tretend, um ſeiner Gemahlin die Honneurs zu machen. Allein ich mußte der Frau Kaiſerin doch als Führer vorangehen, und ihrer Er habenheit als Herold dienen. Und jetzt ruf' ich als dieſer Herold es halt dieſen Wänden zu: es lebe die Kaiſerin Karoline Auguſte, welche heute zum erſten Mal geruht das Arbeitszimmer ihres Mannes zu betreten!

Nicht doch, mein Freund, rief die Kaiſerin, ihre von Güte und Sanftmuth ſtrahlenden Augen auf das Angeſicht ihres Gemahls heftend. Sie haben ſich da, ſo vortrefflich Sie ſonſt geſprochen, doch am Schluſſe

Ihrer Rede nicht richtig ausgedrückt. Es iſt nicht

das Arbeitszimmer meines Mannes, in das ich hier eintrete, ſondern das Arbeitszimmer des Kaiſers, und da iſt es ganz natürlich, daß er den Vortritt hat. Denn der Kaiſer iſt überall der Herr und Gebieter, und ſeine Majeſtät hält alle Vertraulichkeit und Zwangloſigkeit fern.

Und mit der Kaiſerin iſt es natürlich halt dieſelbe Geſchicht', ſagte der Kaiſer, deſſen lachendes Geſicht ſich plötzlich verdüſterte. Ihre Majeſtät hält auch

jede Vertraulichkeit und Zwangloſigkeit fern, und ſo

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