Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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ſchnittene Federn neben allerlei Sorten weißem Pa— pier und ganzen Stößen noch unerledigter, mit ſeide nen Schnüren umwundener Actenſtöße bereit. Die Thür nach dem neben dem Arbeitscabinet befindlichen Laboratorium war geöffnet, und dort ſah man auf dem kleinen Porzellanheerde die Retorten und Büchſen glänzend und ſpiegelblank ſtehen, während auf der in der Mitte des Raumes aufgeſtellten Drechſelbank kleine Holzſtöcke der verſchiedenſten Art und Größe aufgeſchichtet lagen.

Der Kammerdiener, der heute wie jeden Morgen alle dieſe Dinge mit der größten Pünktlichkeit geordnet hatte, warf jetzt noch einen letzten prüfenden Blick durch die beiden Gemächer, und ging dann, leiſe und ehrfurchtsvoll auf den Zehen ſchleichend, hinaus, denn wie geſagt, es ſchlug eben ſieben Uhr, und das war die Stunde, in welcher der Kaiſer pünktlich jeden Morgen in ſein Arbeitscabinet einzutreten pflegte.

In der That noch war nicht der letzte Ton der auf dem Marmorkamin des Cabinets ſtehenden Pen dule verhallt, als die Thür des Corridors, der zu den Zimmern der Kaiſerin führte, geöffnet ward, und der Kaiſer, gefolgt von einer Dame, herein trat.

Ich bitte meine liebe Frau um Verzeihung, daß