Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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einer ihm ſonſt ganz fremden, vertraulichen und herz lichen Weiſe. Der Erzherzog ſcheint ſich deſſen als zärtlicher Bruder zu freuen und ſchon das Bewußtſein zukünftiger Macht zu haben, denn es beliebt ihm, mich mit geringſchätzender Kälte zu behandeln, und ich leſe in ſeinen Augen, ſo oft er mich anblickt, die trotzige Verſicherung, daß er mich ſobald als möglich beſeitigen und unſchädlich machen will. Er hofft recht bald durch ſeinen Einfluß auf den Kaiſer mich meines Mi niſter Portefeuilles beraubt zu ſehen, und ich glaube, er denkt daran, dem Staat und dem Vaterland das Opfer ſeiner erhabenen Perſon darzubringen und trotz ſeiner erzherzoglichen Würde das Portefeuille, das er meinen Händen entwunden hat, in die ſeinigen zu nehmen.

Und Ew. Durchlaucht ſagen das ſo ruhig? fragte Gentz eutſetzt. Wir ſtehen in Gefahr, daß O eſterreich des Mannes beraubt werde, der allein im Stande iſt, die Monarchie wieder groß und ſtark zu machen, deſſen ſchöpferiſche Hand allein dem ſturmbewegten aufrühre riſchen Deutſchland die Ruhe wieder zu geben vermag, und dieſer Mann ſpricht davon wie von einer Ange legenheit, die ihn gar nicht berührt.

Sie berührt mich auch gar nicht, ſagte Metternich

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