Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

lächelnd, ſie berührt nur meinen lieben Freund, den Nig rin von Sedlnitzki, und den Morgenbe richt des Kaiſers. Ich denke, dieſe werden ſchon ihre zanan thun, und die lieben Spione der Polizei werden das Haus des Herrn Erzherzogs nicht aus den Augen laſſen. Es giebt da allerlei zu beobachten, wie ich glaube, und Sedlnitzki iſt ein gar geſchickter Mann, er wird das ſchon für den kaiſerlichen Mor genbericht zu benutzen verſtehen, was ſeine Spione beim Erzherzog Johann beobachtet haben.

Wenn nur Ew. Durchlaucht in Ihrer großartigen Unbekümmertheit die Sache nicht zu leicht nehmen, ſeufzte Gentz. Ich ſage Ihnen, Durchlaucht, der Erzherzog iſt ein gefährlicherer Feind, als Sie glauben. Er hat ſich das Zutrauen des Kaiſers zu gewinnen gewußt, er iſt der Freund und der liebſte Schwager der Kaiſerin Karoline, die bekanntlich auf ihren kaiſer lichen Gemahl viel mehr Einfluß übt, als alle ſeine drei frühern Gemahlinnen zuſammen genommen, und endlich iſt der Erzherzog Johann auch der zärtliche Freund und Oheim des Herzogs von Reichſtadt, der mit leidenſchaftlicher Innigkeit an dem Oheim hängen ſoll. Der Herzog von Reichſtadt aber und die Kai ſerin, das ſind die beiden wich htigſten Perſonen in der

Mühlbach, Erzherzog Johann. I. 3

E