Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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vollbringen können, und ohne Ihre Hülfe, ohne Ihre Feder wird es mir nicht gelingen, ſagte Metternich freundlich. Laſſen Sie uns alſo einig ſein und blei ben, damit wir das große Werk der Beruhigung Deutſchlands zu Ende führen, und ich darf Sie der Dankbarkeit des Kaiſers ſchon jetzt verſichern.

Ew. Durchlaucht ſind alſo der Einwilligung des Kaiſers zu den neuen Maßregeln ſchon gewiß?

Ich bin dieſer Einwilligung des Kaiſers immer gewiß, ſobald ich in ſeinem Sinne und ſeinem Intereſſe handele, und ſobald ich nicht in ſein Departement mich einmiſche. Die auswärtigen Geſchäfte überläßt de Kaiſer mir, wenn ich nur die innern und die Polizei

dafür ganz in ſeinen Händen laſſe.

Man ſagt, der Kaiſer habe ſich in letzter 3 ſeinem Bruder, dem Erzherzog Johann, mehr genähert, und ſei vollkommen mit ihm ausgeſöhnt. Die Kaiſerin Karoline ſoll dieſe neue Wandelung in dem Gemüth⸗ des Kaiſers hervorgebracht haben und dem liberalen Erzherzog beſonders gewogen ſein.

Ja, es iſt wahr, ſagte Metternich gedankenvoll, der Kaiſer zeigt ſich dem Erzherzog mehr als ſonſt geneigt, er bringt oft ganze Abende in ſeiner Geſell

ſchaft zu und unterhält ſich mit ſeinem Bruder in