Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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auf Befehl Ew. Durchlaucht dem Herrn von Stourdza die Materialien geliefert habe?

Ja, mein Freund, gerade dieſe Denkſchrift über den jetzigen Zuſtand Deutſchlands meine ich. Und ſehen Sie nur, wie wunderbar da der Zufall, oder, wie die frommen Leute ſagen, das Verhängniß ſein Spiel treibt. Hätte der Kaiſer Alexander in ſeiner leidenſchaftlichen Entrüſtung über die Umtriebe der ſogenannten Liberalen und Deutſchthümler nicht den Einfall gehabt, dieſe Schrift, die ich nur für ſeine Privatkenntniß beſtimmt hatte, drucken zu laſſen, und hätten Sie dem Herrn von Stourdza nicht ſo wun derkräftiges und ſchlagendes Material geliefert, um daraus jene Schrift zu verfaſſen, ſo wäre der arme Kotzebue noch heute unter den Lebendigen und Niemand hätte daran gedacht, ſein Leben zu bedrohen.

Demzufolge trüge ich alſo eine Mitſchuld an der Mordthat, ſagte Gentz in ſich erſchauernd, der Tod dieſes Märtyrers der guten Sache käme alſo auf mein Gewiſſen?

Gewiſſen! rief Metternich achſelzuckend. Ich bitte Sie, mein Lieber, laſſen wir doch ſolche banalen Re⸗ densarten, ſie ſind gut für gewöhnliche Leute, Stroh

futter für diejenigen, die an der Krippe der Alltäg