ſinniger Freund, helfen Sie mir ſchnell bei meinem Sonnet.
Gentz, noch immer auf ſeinem Seſſel neben der Thür ſitzend, hatte, während der Fürſt ſprach, mit dem Ausdruck tiefſten Entſetzens ihn angeſtarrt, jetzt, bei ſeiner letzten Aufforderung, erhob er ſich mit einem ſchmerzvollen Aechzen und ging, ſchwankend wie ein Trunkener, über den ſchönen blumendurchwirkten, tür kiſchen Teppich zu dem Schreibtiſch hin, vor welchem der Fürſt ſaß und ihm lächelnd ein Blatt Papier ent gegenhielt.
Gentz nahm dies Papier, überflog es mit haſtigen Blicken und warf es dann mit einer Geberde des Ab ſcheus und des Entſetzens auf den Schreibtiſch hin.
Es iſt wahr, es iſt wirklich wahr, rief er jammernd, ſeine gefaltenen Hände zum Himmel emporſtreckend, Metternich dichtet ein Sonnet, während Deutſchland, Europa, die ganze Welt in Trümmer bricht. Metter nich denkt an Liebſchaften, während vielleicht ſein Mörder ſchon hinter ihm ſteht.
Mein Mörder! rief der Fürſt, heftig ſeinen Arm packend; Sie ſind alſo gekommen, um mich zu ermor den? Oh Gentz, Gentz, wer hätte das von Ihnen
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gedacht! Oh, Gentz will der Mörder Metternichs ſein!


