dieſem Moment müſſen alle Formen der Ehrfurcht und Höflichkeit zurückweichen vor dem Entſetzen, das meine ganze Seele zuſammenkrampft. Die Welt iſt im Begriff, aus den Fugen zu gehen, ich höre ſchon das Krachen der zuſammenfallenden Throne, das Wehe geſchrei der hingeſchlachteten Fürſten, die Sterbeglocken der Cultur und Civiliſation, und Entſetzen und Jam mer erfüllt meine Bruſt.
Ich höre von dem Allen, Gott ſei Dank, nichts, ſagte Metternich lächelnd, nein, ich höre kein Krachen, kein Wehegeſchrei und keine Sterbeglocken, und das iſt mir außerordentlich angenehm, denn es würde mich ſtören. Ich war eben mit einem Sonnet beſchäftigt das ich meiner angebeteten himmliſchen Leonie morgen zu ihrem Geburtstag überreichen will, und Sie kom men mir daher gerade recht, mein Freund. Sie ſollen mir helfen, mir Ihren Rath ertheilen. Sie wiſſen, meine himmliſche Gräfin Leonie iſt ſehr liirt mit der Frau von Krüdener, hochheiligen Namens, und es lohnt ſich daher wohl der Mühe, die ſchöne Gräfin Leonie anzubeten, denn durch ſie kann man auf die Krüdener, und durch dieſe magere, blaßgelbe Heilige auf den edlen Schwärmer, den Kaiſer Alexander,
wirken. Alſo kommen Sie, mein gelehrter und kunſt
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