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ſtrafen ohne Anſehen der Perſon, und während ich frei wäre, würden Ew. Hoheit um mich die Qual der Gefangenſchaft, das Elend und den Jammer ſtür⸗ miſcher Familienzwiſte zu erdulden haben. Oh, ſchüt⸗ teln Sie nicht Ihr Haupt, ſagen Sie nicht, daß der Kaiſer das nicht thun wird. Schauen Sie Sich um in dieſem Gefängniß, ſehen Sie dieſe Kienrußzeichnun⸗ gen hier an den Wänden, leſen Sie dieſe Poeſieen der Verzweiflung, des Ingrimms, des wüthenden Schmerzes, die unter den Bildern ſtehen,— wiſſen Sie, Hoheit, wer dieſe Zeichnungen, welche alle Qualen der Gefangenſchaft verſinnbildlichen, wer dieſe Verſe voll Jammer gemacht hat? Das hat Riedel gethan, der Erzieher des Kaiſers Franz, der treueſte Diener ſeiner Kindheit, der ihn behütet, gehegt und gepflegt hat, wie ſeinen eigenen Sohn. Mit Jahre langem Kerker hat der Kaiſer ſeinem Erzieher gelohnt, weil Riedel bei dem Regierungsantritt des Kaiſers Franz ihn, ſeinen früheren Zögling, beſchworen, die Reformen des Kaiſers Joſeph des Zweiten wieder aufzunehmen, zu regieren nicht in dem Sinne ſeines Vaters, des Kaiſers Leopold, ſondern in dem Geiſt ſeines großen Oheims. Und Sie meinen, daß der Kaiſer, der ſeinen
Lehrer, den er einſt geliebt hat, ſo hart geſtraft, daß


