Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
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überzeugt hatte, daß er allein ſei mit dem Prieſter, richtete er ſich langſam empor, und wandte ſich um.

Sind wir allein? fragte er leiſe.

Ja, ganz allein, tönte die Antwort.

Nun ſprang er empor, und eilte zu dem Prieſter hin, um in gewaltiger Bewegung vor ihm auf die Kniee niederzuſtürzen, und ſeine Hand an ſeine Lippen, an ſeine glühende Stirn zu drücken.

Mein Gott, was thun Siel flüſterte der Prieſter. Stehen Sie auf, Hormayr, ſtehen Sie auf.

Nein, Hoheit, laſſen Sie mich hier, laſſen Sie mich auf meinen Knieen Ihnen danken, für Ihre Liebe, Ihre Güte, für das große Opfer, das Sie mir bringen. Oh, mein Gott, meine Seele ſchwindelt vor Glück und Wonne, vor Schmerz und Entſetzen, wenn ich daran denke, daß Ew. Hoheit hier ſind, hier bei mir in meinem Gefängniß, daß Sie dem Verlaſſenen, Eingekerkerten den Troſt Ihrer Freundſchaft bringen, nicht achtend der Gefahren, welche Sie ſelber bedrohen.

Still, ſtill, ſagte Johann leiſe und dringend. Stehen Sie auf, Hormayr, laſſen Sie mich Sie umarmen. Ach, ich bedarf es, den warmen Herzensſchlag eines Freundes an meiner Bruſt zu fühlen, um nicht zu verzweifeln am Leben, an der Welt und den Menſchen.

Freund mich