Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
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ſchanzt zu haben. Noch aber iſt die rechte Stunde nicht gekommen, noch iſt es nicht an der Zeit, die Maske abzunehmen, und ihn unter unſerer Freundeslarve das Antlitz eines Feindes ſehen zu laſſen. Wir rüſten jetzt noch für ihn, aber wenn wir gerüſtet und kampfbereit ſind, wird es ſich ja zeigen, wohin wir das Schwert zu wenden haben! Nun, Herbert, was giebt es ſchon wieder?

Excellenz, der Herr Staatskanzleihofrath von Hudeliſt bittet um Audienz.

Eintreten, ſchnell eintreten, befahl Metternich, und er eilte dem Gemeldeten bis an die Thür entgegen.

Nun, fragte er raſch und haſtig, was giebt es, Herr Hofrath? Sie kommen zu ſo ungewohnter Stunde, daß ich befürchte, Sie bringen Schlimmes.

Und warum könnte die ungewohnte Stunde nicht auch Gutes und Angenehmes bringen? fragte Hudeliſt mit ſeinem grinſenden Lachen.

Weil der Hofrath von Hudeliſt es nicht liebt, ſich zum Boten guter Neuigkeiten zu machen.

Wahrhaftig, Ew. Excellenz haben auf dem Grunde meines Herzens geleſen, lachte Hudeliſt. Ich liebe es in der That nicht, als Bote des Glückes zu erſcheinen, denn das Glück macht die Menſchen ſcheinheilig und