Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
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kommen, die einmal nicht die unſern ſein können, we⸗ nigſtens nicht ſchon jetzt. Das Syſtem des Kaiſers iſt unerſchütterlich; weit entfernt, Vergrößerungen zu ſuchen, die durch einen einzigen Feldzug zu theuer erkauft wären, will er den Frieden, und er ſchlägt Ihnen vor, dazu beizutragen. Wir haben in dieſer Beziehung über die Geſinnungen Frankreichs Erkundigungen eingezogen und haben ſie für unſere Abſichten günſtig gefunden. Wir beklagen uns nicht über unſere Verluſte, und wir glauben nicht, daß ein fremdes Kabinet berechtigt iſt, ſie mehr als wir ſelbſt zu empfinden. Ich habe dieſe Zuſammenkunft gern angenommen, weil ich die Ab⸗ ſichten Ihres Hofes in Beziehung auf einen anzubah⸗ nenden Frieden kennen lernen wollte, denn dieſer iſt das einzige Ziel unſerer Beſtrebungen.*)

Wenn dies Ihre Anſicht der Dinge iſt, ſagte Graf Stackelberg lächelnd, ſo bin ich ermächtigt zu erklären, daß mein Hof geneigt iſt, Friedensunterhandlungen an⸗ zuknüpfen. Wir betrachten die ruſſiſche Frage für ab⸗ gethan, und es handelt ſich jetzt nur um Anordnung der allgemeinen deutſchen Angelegenheiten, welche

Ich habe nicht die Abſicht, unterbrach ihn Metter⸗

*) Die ganze Rede enthielt Metternich's eigene Worte. Siehe: Lebensbilder. III. 466.