Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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geſündigt, dafür erleide ich jetzt die Strafe. Aber, Cajetan, willſt meine letzte Bitt' erfüllen?

Sagt, was ich thun ſoll, und ich thu's.

So wein' nit mehr, Lieber, Deine Thränen thun mir weh. Sei wieder wie ſonſt, mannhaft und feſt.

Ich will's, ſagte Döninger, und er trocknete ſeine Augen und mit der Gewalt der Liebe zwang er ſich zur Ruhe und Gelaſſenheit.

Und nun, mein Cajetan, nun thu' mir zum letzten Mal Schreiberdienſt, bat Andreas ſanft. Ich will Dir einen Brief dictiren an meinen Schwager Pöhler zu Neuſtadt. Der Schließer hat ſchon da Papier und Schreibgeräth auf den Tiſch hingelegt, ſo ſetze Dich denn, und ſchreib.

Cajetan ging leiſe zu dem Tiſche hin, und ſetzte ſich. Ich bin bereit, Ober-Commandant, ſagte er, dictirt nur.

Andreas Hofer ging einige Male ſinnend auf und ab, dann blieb er vor dem Tiſch ſtehen, ein wunder⸗ barer Ausdruck heiterer Ruhe, ſtillen Friedens ſtrahlte von ſeinem Angeſicht, und mit klarer ruhiger Stimme, die nicht ein einziges Mal von Weinen oder Rührung zitterte, dictirte er:

Liebſter Herr Bruder! Der göttliche Wille iſt es