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nur meinen lieben Schreiber, und nachher den Geiſt— lichen.—
Wenige Minuten, nachdem der Beamte hinausge gangen war, öffnete ſich die Thür, und Cajetan Dö⸗ ninger trat ein. Mit lautem Weinen ſtürzte er zu Andreas Hofer hin, und ihn feſt mit ſeinen beiden
Armen umſchlingend, rief er ſchmerzvoll: es iſt alſo wahr, ſie wollen Euch tödten, es iſt vorbei mit Euch? ii Sie wollen den edelſten, den beſten Menſchen hinmorden, wie einen Verbrecher! g
Still, ſtill, mein Cajetan, ſagte Andreas ſanft,
Cajetan zärtlich an ſein Herz drückend, ſchilt nit, ergieb
Dich, wie ich es thue! Ich ſterbe gern, denn es iſt beſſer, daß ich mich für das Land opfere, als daß noch Mehrere meinetwegen oder für das Land ſterben müßten. 2)
Oh, könnt' ich für Euch ſterben, ſchluchzte Döninger, mein Leben iſt nichts werth ohne Euch. Iſt es denn möglich, daß Ihr für all' das Gute, was Ihr gethan 1 und gewollt, jetzt ſo ſchmachvolle Strafe erleiden ſollt?.
Der liebe Gott allein weiß, was gut iſt, ſagte Andreas ſanft, und aus Irrthum habe ich gewiß viel
*) Andreas Hofer's eigene Worte. Siehe: Gallerie der Helden: Andreas Hofer. S. 195.


