Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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ſich die Schritte vom Altar, und bald ward Alles ſtill in der Kapelle. Draußen nur noch vernahm man Schritte und Stimmen, auch dieſe entfernten ſich mehr und mehr, und kein Laut unterbrach mehr das Schweigen.

Unbeweglich, lauſchend, hochklopfenden Herzens kauerten die Flüchtlinge noch immer hinter dem Altar. Durften ſie es wagen, hervorzukriechen? War's viel⸗ leicht nicht eine Kriegsliſt vom Feind, daß er ſich ſtill verhielt? Hatten die Soldaten vielleicht die Kapelle umſtellt, und warteten nur auf ihr Hinaustreten?

Sie harrten und lauſchten ſtundenlang, aber die gebückte, zuſammengekauerte Stellung machte ihr Blut erſtarren, ihre Glieder ſteif, ihren Kopf ſchwer.

Vater, ich kann's nit mehr ertragen, murmelte Eliſe, lieber ſterben, als noch länger hier bleiben.

Komm, mein Liſel, ſagte Wallner, ſich aufrichtend und über den Altar ſpringend, komm! Ich mein' auch, es iſt beſſer zu ſterben, als ſich ſo wie ein Dieb zu verſtecken.

Sie reichten einander die Hand, und traten aus der Kapelle, ſcheu und bang nach allen Seiten umher blickend. Aber Alles blieb ſtill, nichts regte ſich.

Sie ſind fort, wahrhaftig, ſie ſind fort, ſagte Wall⸗

ner vergnügt. Nun gilt's, mein Mädel, nun wandern