Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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zu können, wenn der Feind uns angreift! Und nim⸗ mer kann ich meinen lieben Stutzen den Franzoſen als Beute laſſen, ſie dürfen ihn nicht finden, wenn ſie hier hinauf kommen. Ich weiß einen Felſenſpalt hier nah' bei der Hütt', da trag ich ihn hin, und verberg' ihn bis auf beſſere Zeiten. So komm nun, Liſel, und mit Gott laß uns verſuchen, dem Feind' zu entfliehen!

Er warf ſeinen Mantel über, nahm den Stutzen, und Beide ſchritten ſie hinaus aus der Hütte.

Der Morgen begann zu dämmern, ſchon flogen einzelne roſige Streifen von Oſten daher, und leis hauchten die Spitzen der Gletſcher ſich an mit röth⸗ lichem Schimmer. Eliſe ſah es, aber ſie freute ſich dies Mal nicht der majeſtätiſchen Schönheit des Son— nenaufgangs, er machte ihr Herz nur trübe und ſchwer, und während ihr Vater ſorgſam ſeinen Stutzen in der Felsſpalte verſteckte, ſchaute Eliſe angſtvoll umher, und murmelte leiſe: in der Frühe des Morgens woll⸗ ten ſie aufbrechen. Der Morgen iſt da, die Sonn' iſt aufgegangen, und jetzt werden ſie ſchon unterwegs ſein, ihn zu fangen!

Nun komm, ſagte der Vater, zu ihr zurückkehrend, wir haben heut' eine weite Wanderſchaft, müſſen heut' über die Alpenweg' und Jägerſteige bis hinauf zum