IX. Die Flucht.
Droben in ſeiner einſamen Sennhütte auf dem
Berg beim Dorfe Ober⸗-⸗Peiſchlag ſaß Anton Wallner und horchte auf den Sturm, der dieſe Nacht ſo furcht— bar heulte und tobte, daß die Hütte zitterte und krachte, und er keine Ruhe fand auf ſeinem Strohlager. Er hatte ſich ſeine Lampe angezündet und ſaß, den Kopf in die Hand geſtützt, ſinnend neben dem Bretter⸗ tiſch, und überdachte traurig ſeine troſtloſe Zukunft. Wie lange ſollte er hier noch ausdauern in ſeinem offenen Grabe? Wie lange ſollte er noch wie ein wildes Thier umhergehetzt werden von Berg zu Berg? Wie lange noch in Eis und Froſt ein müßig nutzloſes Leben führen, den Elementen Preis gegeben, und immer in Sorg' und Angſt um das elende ärmliche Leben?
Das überlegte und fragte er ſich, und ein tiefer


