Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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Wallner

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Ingrimm faßte ſeine Seele, und Thränen bittern, zor⸗ nigen Schmerzes traten in ſeine Augen, nicht über ſich, aber über das Elend ſeines Vaterlandes.

Wofür leide ich denn, wofür habe ich gekämpft und mein Leben gewagt? Wofür haben wir All' unſer Blut vergoſſen, und find unſere Brüder auf dem Schlacht feld geſtorben? Das Vaterland iſt doch nicht gerettet, der Franzoſe hat uns doch beſiegt, und unſer Kaiſer hat uns doch preisgegeben! Brave Landesvertheidiger waren wir, und jetzt nennt man uns Verbrecher, das Vaterland haben wir retten wollen, und jetzt nennen ſie uns dafür Aufrührer und Rebellen. Der Kaiſer ſchenkt uns fort wie ein Stück Ding und achtet nicht, was er uns verſprochen und zugeſchworen hat, und der Franzos macht eine Hetzjagd auf uns, als wären wir Dieb' und Mörder! Und Du duldeſt es, Herr gott da droben? Du— Horch, klang's da nicht wie ein Schrei? Iſt das der Wind, der ſo laut an meine Thür klopft?

Er ſprang auf, und faßte nach ſeinem Stutzen, und zog den Hahn auf, und legte an auf die Thür.

Es rüttelte wieder an der Thür, es war ſicher nicht der Sturm, der ſo gleichmäßig pochte und häm merte. Nein, nein, es war der Feind! Er hatte ihn 23*