Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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en Kuß auf

Zeit, ſagte

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Wallner ge d drückend. letzten! rief un ihrer für mich

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2Æ2 355

Schnee ſchoß ihr wirbelnd in's Geſicht, der heulende Wind fegte und peitſchte ihre Wange, daß ſie brannte und ſchmerzte, aber der Mond ſtand am Himmel und beleuchtete ihren Weg. Denſelben Weg, den ſie da— mals mit Ulrich gewandelt, als ſie ihn rettete! Jetzt war ſie allein, aber ihr Muth war bei ihr, und ihr Gottvertrauen; gehoben und geſtählt durch die Liebe zu ihrem Vater, wanderte ſie den ſteilen Bergpfad hinan. Zuweilen wohl verſetzte der ſchneidende Wind ihr den Athem, zuweilen faßte er ſie mit ſolcher Ge⸗ walt, daß ſie taumelnd ſich an irgend einem Felsvor⸗ ſprunge anklammern mußte, um nicht hinunterzuſtürzen von dem ſchmalen Weg in den Abgrund, der zu ihren Füßen gähnte. Zuweilen fuhren auch dicht neben ihr mit donnerndem Krachen Lawinen nieder, und hüllten ſie ein in eine Wolke von Schnee, aber der Mond ſtand immer noch hell am Himmel, und leuchtete ihr auf ihrem Wege, und muthvoll ſchaute Eliſe empor, und nicht achtend der eigenen Gefahr, betete ſie nur leiſe in ihrem Herzen: gieb, mein Gott, daß ich den Vater retten kann! Laß mich nicht ſterben, ehe ich

bei ihm bin!

Mühlbach, Andreas Hofer. III. 23

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