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Mutter, mein Liſel, und denk', daß ihr Herz und ihre Liebe mit Dir geht.
Sie neigte ſich und drückte einen langen Kuß auf das Haupt ihres Kindes.
Nun muß ich fort, es iſt die höchſte Zeit, ſagte Eliſe, mit der Kraft ihres Willens ihre Thränen zu rückdrängend. Lebt wohl, Freund Siebermeier, der
Herr und ſeine Heiligen werden Euch lohnen, was Ihr Gutes für uns gethan habt!
Der beſte Lohn wird ſein, wenn der Wallner ge rettet iſt, ſagte Siebermeier, ihr die Hand drückend.
Nun noch einen Kuß, Mutterle, den letzten! rief Eliſe, und ſie ſchlang ihre beiden Arme um ihrer Mutter Nacken, und küßte ſie innig. Bet' für mich, und behalt' mich lieb, flüſterte ſie, und wenn ich nit wieder heimkomm, und wenn ich um's Leben komm, Mutterle, ſo ſchreib's an Elza, und an ihn, und ſchreib, daß ich geſtorben ſei in Lieb' und Treu'! Leb' wohl!
Sie machte ſich haſtig los, und flog durch das Gemach hin, nicht achtend des Schmerzensrufes ihrer Mutter, nicht zurückblickend nach ihr. Vorwärts mußte ſie, vorwärts! Es war die höchſte Zeit!
Nun ſtand ſie draußen auf der Straße. Der


