28
Heiland auf dem Berg ſtand und das Land über⸗
ſchaute, da trat der Verſucher zu ihm, und bot ihm
die Welt an, wenn er ihm nachfolgen wollt'. Aber der Heiland nahm ſie nicht, und blieb getreu ſich ſelber und beſiegelte ſeine Lehre mit dem Tode. Daran will ich mir ein Exempel nehmen, und getreu will ich ſein, wie es der Heiland geweſen iſt, und die Liebe, die ich dem lieben Tyrol geſchworen hab', die will ich ihm halten mein Lebelang, und will es nimmer aufgeben und verlaſſen, ſondern bei ihm bleiben und ihm dienen, ſo lang' ich lebe. Reiſet alſo immerhin ab, Herr von Hormayr, ich kann nit mit Euch kommen, denn das Landl hält mich feſt mit meiner Lieb' und meiner Treu, und nimmer will ich's verlaſſen, es komme, was da wolle!*)
Iſt das Dein letztes Wort, Andreas? fragte Hor⸗ mayr düſter.
Es iſt mein letztes, ſagte Hofer ſanft. Aber ich bitt' Euch, Herr, ſeid mir deshalb nit bös, und geht nit von mir mit zürnendem Herzen. Wär' ich klüger und verſtändiger, ſo würd' ich gewiß Eurem Rath
folgen, aber ich bin nur ein einfacher, ſchlichter Bauers⸗
*) Gallerie der Helden. Band III. Andreas Hofer. 104.
mann, un räth. M Andreas, Kllaſſen n einzieht. bleiben in rufen. I freit ohn mag's un
Wenm Verführe Thränel Du Dio Dir, dan Dich ger
Ich Throl, ſ Schuldi zu thun thun, w ſceiden, hat. u Speckba den Er


