Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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fortziehen, und das ſollt' ich auch thun, um mich für Weib und Kind zu erhalten, meint der Herr Inten⸗ dant. Ich wollt' mich aber erſt berathen mit meinem lieben Herrgott, und das hab' ich dieſe ganze Nacht gethan, hab' viel gebetet, viel gedacht und überlegt, und es iſt mir geweſen, als hab' der Herr zu mir ge⸗ ſprochen, und hab' meine Seele erleuchtet, das Richtige zu finden und zu wählen. So höret denn, Herr In⸗ tendant von Tyrol, und höre auch Du, Freund Anton Steeger, was ich mit Gott berathen und beſchloſſen hab'. Ich hab's einmal geſchworen, daß ich dem Vaterland will dienen, ſo lange ich lebe, daß ich nim mer will von ihm laſſen, und ſo muß ich mein Wort halten, als redlicher, ſchlichter Mann, muß daheim bleiben im Tyrolerland!

Anton Steeger jauchzte laut auf, das Antlitz Hor⸗ mayr's verdüſterte ſich. Du willſt alſo nicht ſehen, daß Du in Dein Verderben rennſt? fragte er. Willſt Dein Weib und Deine Kinder unglücklich machen? Willſt Dich unnöthig in Todesgefahr bringen?

Muthwillig nicht, Herr, aber muthig will ich ihr entgegen gehen, ſagte Hofer freundlich. Ich weiß wohl, daß das nit vernünftig und nit klug gehandelt iſt, aber ich ſeh' doch, daß es recht iſt. Als der