23
Der Speckbacher geht, und all' die Andern auch, murmelte Andreas vor ſich hin. Tyrol fällt wieder in Feindes Hand, und Alles iſt umſonſt geweſen!
Er ſenkte ſein Haupt auf ſeine Bruſt, und ſeufzte tief auf.
Komm, Andreas, ſei vernünftig, denk' an Dich ſelber und an Deine Familie, bat Hormayr. Ich bin hierher gekommen, blos um Dich zu holen, laß mich nicht vergebens den weiten Weg von Brixen hierher gemacht haben. Komm, Andreas, komm! Mein Wagen ſteht angeſpannt vor der Thür, laß uns zuſammen nach Matrey fahren. Dort erwarten uns Speckbacher, die andern Freunde und die Oeſterreicher; noch heute ziehen wir mit ihnen über die Grenze Tyrols, und Du und Ihr Alle ſeid gerettet. Zaudere alſo nicht länger, ſondern komm!
Es geht nit ſo haſtig, Herr, ſagte Hofer, ſanft die Hand Hormayr's, der ihn emporziehen wollte, zurück⸗ wehrend. Es iſt ein gar gewichtiger und folgenreicher Schritt, den ich da machen ſoll, und eh' ich's thun kann, muß ich mich erſt mit Gott berathen, und in⸗ brünſtig zu ihm beten! Ich bitte Euch alſo, laßt mich ein Biſſel allein, daß ich mir Rath's erholen kann vom lieben Herrgott und von meinem Gewiſſen!


