Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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werden die Baiern nicht eher ruhen, bis ſie Dich ein⸗ gefangen haben, bis ſie den verhaßten Feind, den ge⸗ fürchteten Barbone in ihre Gewalt bekommen. Lieber Anderl, denk' an Dein Weib daheim, an die treue gute Anna Gertrud Ladurnerin, die Abends und Mor⸗ gens für Dich betet, und vom lieben Herrgott erfleht, daß er ihrem herzlieben Mann das Leben erhalte, denke an Deine lieben Kinder, deren einziger Beſchützer und Ernährer Du biſt, mache Dein liebes Weib nicht zur Wittwe, Deine guten Kinder nicht zu Waiſen! Andreas Hofer, dem Vaterlande kannſt Du jetzt nichts nützen, ſo rette Dich denn für Weib und Kind!

Mein gutes Weib, meine lieben Kinder, ſeufzte Andreas gerührt, es iſt wahr, ſie haben mich ſehr lieb, und ſie würden recht allein und verlaſſen ſein af der Erden, wenn ihnen der Vater fehlte!

So erhalte ihnen den Vater, Andreas, und ugtach

erhalte Dich dem Vaterlande! Nimm Dir ein Beiſpiel an Deinen tapferen Freunden, mach' es wie Speck⸗ bacher, wie Aſchbacher, wie Sieberer und all' die An⸗ dern, komm mit uns, verlaſſe Tyrol auf eine kurze Zeit, um dann, wenn die Zeit gekommen iſt, wieder zurückzukehren, und auf's Neue für das Vaterland zu ſtreiten!

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