Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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und förmlich um unſer liebes Tyrol zu bekümmern, und uns wieder an ſein Herz zu nehmen.*)

Unſinn iſt's, Anderl, was Du da ſprichſt, rief Hor⸗ mayr achſelzuckend. Zum Herzog von Tyrol ſollt' ich mich machen, damit die ganze Welt mich verlachte, und der Kaiſer mich als einen Rebellen beſtrafen ließe?

Nun denn, rief Andreas Hofer mit mächtiger Stimme, wenn Ihr's nit wollt, ſo werd' ich's ſelber thun! Werd' mich ohne Weiteres dem Regiment unterziehen, und mich halt nennen:Andre Hofer, Sandwirth zu Paſ⸗ ſeyr, ſo lange es Gott geliebt, Graf von Tyrol.**)

Das wirſt Du nicht thun, Anderl, ſagte Hormayr ernſt, wirſt vielmehr Vernunft annehmen, und nicht aus irdiſchem Hochmuth Dein Land, Deine Freunde, und Dich ſelber in Gefahr bringen. Bedenk', Andreas, das Blut, was vergoſſen würd', wenn Du jetzt Auf⸗ ruhr und Empörung machſt, es würd' auf Dein Haupt fallen, und Du würdeſt der Mörder ſein aller Derer, welche im Kampf fielen, den Du ſo trotzig und wider Deines Kaiſers Befehl angeregt hätteſt. Beuge Dein Haupt, Anderl, und füge Dich, wie wir Alle es thun.

*) Gallerie der Helden: Hofer. S. 103.

**) Andreas Hofer's eigene Worte. Siehe: Hormayr: An⸗ dreas Hofer II. 361. 2*

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