Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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liebe Gott ſelber eingiebt, Euch zu ſagen. Ich ſeh's ein, daß der Kaiſer in dieſen Tagen nit ſelber für Tyrol ſprechen, und nit befehlen kann, daß ſeine Trup⸗ pen im Land zurückbleiben, ſeh's ein, daß der Kaiſer, der jetzt eben in großen Nöthen, und vom Bonaparte hart bedrängt iſt, nit öffentlich und frei für uns ſprechen und handeln kann. Aber bis er's wieder kann, ſollt' Einer den Muth haben, ſeine Stelle zu vertreten, und als der Statthalter des Kaiſers Tyrol beſchützen und vertheidigen gegen den Feind. Ihr, Herr Inten⸗ dant, Ihr ſeid der Mann, der das thun muß! Ihr habt uns oft geſchworen, daß Ihr Tyrol liebt, Ihr habt Euch uns immer als patriotiſch und muthig dar⸗ ſtellen wollen, jetzt beweiſet, daß Ihr es wirklich ſeid! Statt in dieſer großen Gefahr Tyrol zu verlaſſen und es dem Feinde Preis zu geben, nehmt es an Euch,

beſchützt es vor dem Feind, bewahret es dem Kaiſer!

Macht Euch zum Herzog von Tyrol, übernehmt die Regierung und die oberſte Leitung der Vertheidigung! Ruft als vorläufiger Herzog das getreue Volk zu den Waffen, und es wird aufſtehen wie Ein Mann, und wird ſeine Grenzen vertheidigen gegen jeden Feind. Beherrſchet Tyrol an des Kaiſers Statt, bis der liebe Kaiſer wieder ſelbſt im Stand' ſein wird, ſich öffentlich