Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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und Baiern haben in dieſer Stunde ſchon die Grenzen Tyrols überſchritten, um es auf's Neue zu beſetzen.

Und all unſer Blut iſt umſonſt vergoſſen, rief Hofer, in Thränen ausbrechend. Alle die treuen Tyroler, die in der Schlacht gefallen ſind, haben ihr Leben umſonſt dahin gegeben. Wir haben tapfer geſtritten und ge⸗ kämpft, der liebe Herrgott hat uns ſeinen Beiſtand verliehen in der Schlacht, aber die Menſchen haben uns verlaſſen, und ſelbſt der Kaiſer, für den wir ge⸗ kämpft haben, der will uns nit Wort halten, und will uns ſeinen Beiſtand nit ſchenken in der Noth.

Der Kaiſer wird niemals ſein getreues Tyrol ver⸗ laſſen, ſagte Hormayr, nur müßt Ihr Geduld haben. Er kann jetzt nichts thun, kann nicht ſein ganzes Reich gefährden, um die kleine Grafſchaft Tyrol ſicher zu ſtellen. Es iſt ja für den Augenblick unmöglich, Wider⸗ ſtand zu leiſten, aber der Kaiſer benutzt jetzt die Zeit des Waffenſtillſtands, um eine neue Armee zu ſammeln, und dann, wenn der Krieg wieder beginnt, wird er zuerſt an Tyrol gedenken, und wird es wieder befreien vom Feind.

Bis daß dieſe Zeit aber gekommen iſt, müßte Ty⸗ rol ſelber ſich frei halten, ſich ſelber beſchützen, rief Andreas Hofer mit blitzenden Augen. Hört, was ich

Euch ſagen will, Herr Intendant, und was mir der Mühlbach, Andreas Hofer. III. 2

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