Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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kein richtiger Waffenſtillſtand und drum will ich an den Rothbart, und die andern zwei Getreuen ſchreiben, daß ſie hieherkommen, und mit mir zuſammen über legen, wie wir's verhüten können, daß Ihr einen un⸗ richtigen Waffenſtillſtand macht, und uns verlaßt.

Und Recht hat der Annerl, daß er das thun will, rief Anton Steeger. Wir dürfen die Oeſterreicher nit zum Land hinaus laſſen, und wir wollen's nun und nimmermehr.

Narren ſeid Ihr, alle Beide, ſagte Hormayr achſel⸗ zuckend. Der Kaiſer Franz hat's ausdrücklich ver⸗ ſprochen, daß das öſterreichiſche Militair Tyrol während des Waffenſtillſtandes verlaſſen ſoll, und alſo muß es geſchehen, damit der Kaiſer nicht wortbrüchig werde.

Aber, wenn es geſchieht, dann iſt der Kaiſer uns wortbrüchig, rief Anton Steeger heftig.

Hör Du, Anton Steeger, ſagte Hormayr ſtreng, ich bin hieher gekommen, um mit dem Andreas Hofer

zu ſprechen, und ich hab' ihm etwas Wichtiges zu

ſagen. Sei alſo ſo gut, und geh' hinaus, und laß mich allein mit ihm.

Ich denk' wohl, der Anderl hat kein Geheimniß vor mir, und ich könnt' alſo hier bleiben. Sag', An⸗ derl, iſt's nit ſo?