Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 1. Band (1860)
Entstehung
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und hier reiche ich Ihnen im Namen Tyrols meine Hand, und vergebe Ihnen, was Sie unwiſſentlich gethan.

Herr von Roſchmann nahm die dargereichte Hand, und indem er ſie an ſeine Lippen drückte, fiel eine heiße Thräne aus ſeinen Augen auf die Hand des Erz herzogs nieder.

Dank, ſtammelte er, tauſend Dank. Ew. Hoheit entſündigen mich, und geben meiner Seele den Frieden wieder.

Und jetzt, Hormayr, ſagte Johann ernſt und faſt gebieteriſch, jetzt iſt es an Ihnen, dem einſtigen Freunde, dem Tyroler Anton von Roſchmann Ihre Hand dar⸗ zureichen, und ihn willkommen zu heißen.

Nein, nein, Hoheit, rief Roſchmann lebhaft, gebie⸗ ten Sie ihm nicht, zu thun, wogegen ſein Herz ſich ſträubt. Laſſen Sie ihm ſein Mißtrauen, bis er er kennen muß, daß er mir Unrecht gethan, daß ich kein Verräther bin, ſondern ein treuer Freund, der ſein Vaterland liebt, und bereit iſt, ſein Leben für daſſelbe hinzugeben. Und die Zeit iſt gekommen, wo ich dies beweiſen kann, die Stunde, auf welche ich ſo lange in meinem Schmerz und meinen Selbſtvorwürfen geharrt, ſie iſt da. Jetzt kann ich meinem lieben Tyrol meine Liebe beweiſen, und ich will es. Vernehmen Eure