Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 1. Band (1860)
Entstehung
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das wandelloſe Glück Napoleons glaubt, daß er über⸗ zeugt iſt, durch jedes Zeichen von Feindſchaft oder Widerſtand den Zorn des allmächtigen Despoten zu reizen, und das Beſtehen Oeſterreichs zu gefährden. Ich glaube, daß der Kaiſer im Innerſten ſeines Herzens nichts ſo ſehr haßt, als ſeinen Schwiegerſohn Napoleon, aber er wagt es nicht, ihm äußerlich zu opponiren, die Hand gegen den zu erheben, den Gott und das Schickſal auf allen ſeinen Wegen zu ſchützen und zu geleiten ſcheinen. Gleicht nicht dieſer Zug nach Rußland einem wunderbaren Mährchentraum, von dem wir alle meinten, daß er für Napoleon endlich zu einem demüthigenden Erwachen führen mußte? War es nicht unſere letzte Hoffnung, dieſen ſiegesdurſtigen Tyrannen, der ſeine trotzige Hand gegen das weite Czarenreich erhob, und ſich hineinwagte in ſeine unbekannte Schnee⸗ wüſten, durch das fanatiſche, vom Czaren zum heiligen Kriege aufgerufene Ruſſenvolk überwunden, gedemüthigt, mit Schimpf und Schande von ſeinen Grenzen zurück gejagt zu ſehen? Und auch dieſe Hoffnung iſt vergeb lich geweſen! Umgeben von Glanz und Größe, gefolgt von den Armeen, die nicht blos Frankreich, ſondern die ihm ſeine Vaſallen, die deutſchen Kaiſer, Könige und Fürſten geſtellt, iſt Napoleon in Rußland einge⸗