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in mehrere kleinere Gemächer abgetheilt war, von denen jedes durch ein großes Fenſter beleuchtet ward.
Nein, Sie haben Recht, ſagte Johann, das iſt kein gewöhnlicher Saal, ſondern es iſt meine Gemälde— Galerie.
Aber wo ſind die Gemälde, gnädiger Herr?
Wo die Gemälde ſind? Nun, die ſind in den Büchern meiner Bibliothek, in den Köpfen unſerer Poeten, in den Fingerſpitzen unſerer Maler hier. Sie haben nun meinen kleinen Sommerſitz geſehen, und hier in dieſer meiner künftigen Gemälde⸗Galerie, die nur noch keine Gemälde aufzuweiſen hat, hier will ich Ihnen ſagen, warum ich Ihnen, den Künſtlern, den Dichtern und den Gelehrten denſelben gezeigt. Weil dieſes Alles für Sie beſtimmt iſt, weil Sie mir hier helfen ſollen, unſerm Vaterland einen Tempel der Erinnerung zu bauen, zu welchem es wallfahrten ſoll, um in demſelben Erhebung, Muth und Troſt zu finden. Unſer Vater⸗
land iſt jetzt gebeugt, und darnieder getreten, es ſeufzt unter ſchwerem Druck und blutet an tauſend Wunden. Ein fremder Despot hat ſoine eiſerne Hand auf den
Nacken Oeſterreichs gelegt, und unſern Stolz gebeugt. In ſolchen Zeiten, in denen man nicht handelnd und kämpfend auftreten darf, in denen man nichts thun


