Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 1. Band (1860)
Entstehung
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Es fehlt ihm eine kleine Bibliothek, Hoheit.

Ach, ſehen Sie, wie gut ſich das fügt, ſagte Erz— herzog Johann lächelnd, indem er das Zimmer durch⸗ ſchritt, und die Thür gegenüber öffnete, da iſt die Biblio— thek, die unſer gelehrter Dichter wünſcht. Durchwandern

wir ſie raſch.

Sie traten nun in eine Reihe von Zimmern, deren einziger Schmuck der Wände in den Büchern beſtand, die in ſchönen hohen Mahagony-Schränken zu vielen Tauſenden da aufgeſtellt waren.

„Es findet ſich hier für alle Zweige der Wiſſen⸗ ſchaften etwas, ſagte Johann, am reichlichſten aber iſt da Bedacht genommen auf gute Quellenwerke der deutſchen, und ſpeciell der öſterreichiſchen Geſchichte. Mein Freund, unſer berühmter Hiſtoriograph Hormayr, hat dafür Sorge getragen, und Alles herbeigeſchafft, was für den Forſcher in dieſem Zweig der Geſchichte von Bedeutung iſt. Sehen Sie, jetzt ſind wir am Ende meiner Bibliothek, und da kommen wir wieder in die gewöhnlichen Geſellſchaftsſäle.

Aber dies, Hoheit, iſt kein gewöhnlicher Geſellſchafts⸗ ſaal, rief Karl von Schnorr, als ſie jetzt in einen großen Saal eintraten, der durch leichte Querwände Mühlbach, Erzh. Johann u. Metternich. I. 20